11. Juni 2009

Neue Blog Adresse

Bitte besucht ab sofort http://blog.palc.de/

Danke :)

23. Januar 2009

Blog-Basta erzielt Teilerfolg

In unserem fortwährendem Kampf für die Abschaffung von Blogs und Blogsoftware aller Art, haben wir einen weiteren Erfolg errungen. Neue Blog-Basta Aktivisten in Form der Bundesprüfstelle für Jugendgefährdende Medien (kurz BPJM) haben den Unsinn dieses Trends erkannt.

Als erste Sympathiebekundung gegenüber Blog-Basta hat sich die BPJM zu einem Anschlag auf ein Pro-Ana Blog bekannt. Wir finden es gut dass die BPJM sich nun auf wichtigere Themen konzentriert als gewaltverherrlichende Computerspiele.

Dieses Faktum wurde zwar von diversen Medien des Landes unter falschen Gesichtspunkten (nämlich der Magersucht) präsentiert. Dennoch wird der Aufmerksame Blog-Basta Leser den kausalen Zusammenhang zwischen unserem Blog - möge er bald verboten werden - und der ersten Blog-Sperrung Deutschlands erkennen!

Foto von CHWSFO (gefunden auf Flickr.com) CC-BY-ND

26. Mai 2008

Betreutes Wohnen für Fortgeschrittene

Hilfe, wir werden alle immer älter! War doch schon der Altenquotient im Jahr 2000 bei 24,2%. Und für das Jahr 2040 - in dem ich selbst schon langsam über die Rente nachdenken werde - wird ein Wert von 52,6% vorhergesagt.

Bedeutet diese Zahl doch, das jeder im Alter zwischen 15 und 65 einen halben Rentner ernähren werden muss. Für findige Politiker lässt sich diese Zahl aber auch anders interpretieren: ca. 34.4% der Wahlberechtigten sind dann über 65, und damit also Rentner. Waren diese doch früher für die Politik kaum bedeutsam, so wird in den nächsten Jahren keine andere Wählergruppe so stark wachsen.

Schon aus diesem Grund muss in der aktuellen Tagespolitik verstärkt auf diese Gruppe eingegangen werden. Und was könnte dieser Gruppe wohl das wichtigste sein? Na klar: die Zukunft!

Also muss ein ordentliches Konzept dafür her. Einer der wichtigsten Punkte: die Betreuung. Jedoch sind die ersten kreativen Köpfe für Ihre Ideen abgestraft worden. Kamen sie doch auf die Idee alte Menschen zur Betreuung in den Ostblock zu schicken. Klar, dort kostet die Arbeit weniger, aber ich fürchte, dass so manchem Rentner ganz andere Gedanken kommen, wenn er in den Osten verfrachtet werden soll. Und von der Empfundenen Invasion der Herrenmenschen im Osten wollen wir hier gar nicht anfangen.

Wie gut, dass da findige Ingenieure auch noch auf ganz andere Ideen kommen: Wenn die Betreuung durch den Menschen schon zu teuer ist, dann kann das der Computer übernehmen. In modernen Häusern gibt es doch schon integrierte Steuerungen, die Rollläden, Heizung und das Licht steuern können. Da kann es doch nicht weiter schwierig sein, einen Menschen von so einen System betreuen zu lassen. Außerdem hat doch heutzutage schon fast jeder Kühlschrank eine IP-Adresse. Das kann doch nicht so schwierig sein, ein intelligentes Haus für die Betreuung zu gewinnen.

In der aktuellen Forschung ist aber intelligent noch nicht gleich intelligent. Eine der verfolgten Ideen: Eine automatische Detektion von umfallenden Menschen nur anhand der Akustik. Gibt es ein Geräusch, so soll klassifiziert werden, ob es sich um einen umfallenden Menschen handelt, oder ein herabgefallenes Glas. Von der Herangehensweise ist das ja schon gar nicht so schlecht. Schließlich kann man doch ein zerspringendes Glas mit hellem Ton ganz leicht von einem dumpfen Stoß, wie er von einem gestürzten Menschen verursacht worden wäre unterscheiden. Das amerikanische Militär kann sogar verschiedene Schusswaffen und Kaliber nur am Geräusch erkennen.

Jedoch liegt auch hier der Teufel im Detail: Menschen fallen leider nicht nur um, sondern so machen noch eine ganze andere Menge Sachen. Zum Beispiel dürfte ein herabfallender Sack Kartoffeln ein ähnliches Geräusch verursachen, wie ein Mensch beim fallen. Außerdem beziehen sich die genannten Experimente immer nur auf einzeln von Menschen vorverarbeitete Daten. Und dieser Prozess - die Segmentierung - ist in den meisten Fällen wohl der Aufwändigste. Zudem treten in einer realistischen Umgebung noch viele weitere Störgeräusche auf, von denen ich hier gar nicht sprechen will (z. B. umfallende Menschen im Fernsehen...). Kurzum: Es ist noch ein weiter Weg bis ein solches System funktionieren wird und damit sind wir plötzlich schon wieder sehr schnell einer Zeit der 52,6 % Altenquotient nahe.

5. April 2008

Sicher Leben

Unter dem Motto "Sicher Leben" hat das Bundesministerium des Inneren neue Sicherheitsmaßnahmen zum Wohl aller Bürger beschlossen. Um das Wohlergehen aller Deutschen gewährleisten und Einsätze von Spezialeinheiten zur Terrorbekämpfung bestmöglich unterstützen zu können, sollen an potentiellen Anschlagszielen Schilder auf die lauernde Möglichkeit einer Schießerei mit tödlichem Ausgang hinweisen.

Ein ranghoher Bundesinnenminister bestätigte, dass sich nach einem Anschlag niemand mehr rausreden könne, er habe ja "keine Ahnung" gehabt dass eine derartige Aktion geplant wurde. Somit würden etwaige Kollateralschäden und daraus resultierende Schadensersatzleistungen präventiv begegnet.

Eine Sprecherin der Grünen kündigte mittlerweile Protest an, da diese Schilder das optisch schöne Stadtbild vieler möglicher Anschlagsziele verschandeln könnte. Das Innenministerium wiegelte gelassen ab: "Sicherheit geht vor".

7. Dezember 2007

"Ich plane einen Amoklauf"...

... ist der Satz der in Deutschland aktuell (und wahrscheinlich auch in einiger Zukunft) einiges an Brisanz beinhaltet. Doch nur warum?

Nein, nicht weil ich so etwas unsinniges tun würde, obwohl ich allen Grund dazu hätte. Mir wurde jahrelang in der Schule vorgehalten wie man "richtiges" Deutsch schreibt und formuliert. Das am Ende ein paar bemitleidenswerte Jugendliche die Ehre haben, durch Ihre Taten die Medien derart zu beherrschen, dass sich keiner am Paradoxon eines geplanten Amoklaufs stört, nervt.

Wer das nicht versteht soll doch mal versuchen die Wörter "geplant" und "spontan" zum Beschreiben einer beliebigen Handlung einsetzen - und zwar zugleich. Die absurde, aber immerhin stetige, Wiederholung dieser sprachlichen Missbildung müsste doch eigentlich Anlass für eine Grammatikreform sein.

Zur Erläuterung: Amoklaufen wird im allgemeinen als eine Art "plötzlicher Wutausbruch" ohne "Vorwarnung" beschrieben, dessen Ursache nicht immer klar sein muss. Zum Beispiel erwischt der Ehemann seine Frau mit einem Liebhaber. Er wird über diese Situation recht selten erfreut sein. Bringt er aber daraufhin seine Frau, den Liebhaber und/oder die Nachbarn ums Leben ist diese Reaktion in der Regel nicht vorhersehbar, tritt also spontan auf.

Die "school shootings" - wie man sie in den USA bezeichnet - haben aber alle gemeinsam: Sie wurden vorbereitet, teilweise sogar vorher angedroht. Die Medien kommen immer wieder darauf weitere Eigenschaften zu beschreiben: Die Täter waren neben ihren (zwar uneindeutigen aber dennoch abnormen Verhalten) auffällig unauffällig:
  • Sie interessieren sich für Waffen. Das tut eigentlich jedes Kind das Räuber und Gendarm spielt - so sind die Hälfte aller Spielzeuge (ungefährliche) Waffensymbole: Pistolen, Handschellen, Schwerter, Nudelhölzer.
  • Sie spielen gewaltverherrlichende Computerspiele. Gewalt "verherrlichende" Spiele habe ich zwar selber noch nicht gesehen - dafür Gewalt darstellende Spiele. Das ist aber nichts neues, jedes zweite Buch ist davon durchdrungen, allen voran die Bibel.
  • Sie sind Außenseiter. Das sind viele von uns. Manche haben kein Geld, andere keine Freunde, andere zahlen keine Steuern, aber in der Regel suchen wir uns kleine Ecken in denen wir die Helden sind und Anklang in unserer Umgebung finden.
  • Sie konsumierten Brot und Wasser ...
Nun meine Interpretation was die "school shooter" eigentlich sind. Sie sind depressive, lebensunwillige, selbstsüchtige kleine Terroristen, die ihren Selbstmord (den ansonsten niemanden wirklich interessieren würde) mit einem großen Knall in eine Art Kultstatus hieven wollen. Was sie - dank der Medien und Politiker, die eine wohlklingende Interpretation eines geplanten Amoklaufs verbreiten - wohl in einer gewissen, aber abzulehnenden Form auch geschafft haben.

30. Mai 2007

Äpfel sind kein Sextoy


Jetzt hat es sich mal wieder herausgestellt: Äpfel sind als Sextoys untauglich. Der britische Sex-Shop von Ann Summers hat die Erfindung für alle "musical sexual homo sapiens"herausgebracht. Angesprochener Personenkreis sind Menschen, für die Musik und Sex unverzichtbar sind. Jetzt fragt ihr euch natürlich zurecht, was das denn für ein bahnbrechendes Ding sei, was gleich 2 Wünsche auf einmal erfüllt. Es ist der iGasm!

Dieser iGasm vibriert zur Musik. Also etwas für einsame Stunden. Doch einer hat etwas gegen diesen iPod für Menschen, denen Sex auch sehr wichtig ist. Apple! Das Reklamebild (Bild: siehe hier) erinnert stark an die der iPod-Werbung und das stößt den Äpfelbossen natürlich sauer auf. Diese fordern, dass die Reklame sofort eingestellt werden soll, dann verzichtet man auf weitere Schritte.

Die Ann-Summers-Chefin sieht das Vorgehen von Apple gelassen. Gegenüber News of the World erklärte sie: "Vielleicht sollte ich denen einen iGasm schicken, damit es wieder ein Lächeln auf ihre Gesichter bringt."

Wir denken genauso und unterstützen Ann Summers in der Vermarktung des iGasm! Schicken Sie noch heute einen iGasm an Apple CEO Steve Jobbs und erhalten Sie einen iPod nano umsonst ... Größe spielt eben doch eine Rolle

21. Mai 2007

Bibelhitliste (2)

Falls jemand noch einen Krieg geplant hat, dann sollte er sich folgende Bibelpassage zu Herzen nehmen. Ich bin überzeugt: nachdem man sich am dritten und siebten Tag entsündigt hat, wird auch das Kriegsverbrechertribunal in Den Haag niemanden mehr für das Töten Wehrloser und Unschuldiger verurteilen:

17bSo tötet nun alles, was männlich ist unter den Kindern, und alle Frauen, die nicht mehr Jungfrauen sind; 18aber alle Mädchen, die unberührt sind, die laßt für euch leben. 19Und lagert euch draußen vor dem Lager sieben Tage, alle, die jemanden getötet oder die Erschlagene angerührt haben, daß ihr euch entsündigt am dritten und siebenten Tage samt denen, die ihr gefangengenommen habt.